DER FRAUENSPEZIFISCHE ASPEKT

 
  Das Frauen-Gestalt-Institut (FGI) arbeitet auf der Basis folgender Grundüberzeugungen:
  • Innerhalb der Strukturen einer patriarchalen Gesellschaft ist ein Leben im Einklang mit der Natur und ein positiver Bezug zu unserer Weiblichkeit nur sehr schwer möglich.
  • Die psychische Realität von Frauen in dieser Gesellschaft, ihr Fühlen und Denken, ihre Verhaltensmuster, ihr Leiden und ihre Symptome sind immer neben den Ursachen, die in ihrer ganz persönlichen Geschichte liegen, auch Ausdruck von frauenunterdrückenden Strukturen.
  • Frauen haben spezifische Strategien zur Bewältigung ihres Lebens entwickelt, die oft ihr wahres Potential einengen und nicht zur Entfaltung bringen.
  • Der weibliche Körper wird im Patriarchat auf vielfältigste Weise verachtet und mißbraucht. Unter diesen Bedingungen ist es für Frauen sehr schwierig, ein liebevolles Verhältnis zu ihrem Körper und ihrer weiblichen Sexualität zu entwickeln.
  • Heterosexuelle und lesbische Liebe sind als gleichberechtigt und gleichwertig anzusehen, da jede Frau das Recht hat, frei den Weg für sich zu wählen, der für sie am erfüllendsten ist.
  • Ausbilderinnen und Teilnehmerinnen unserer Ausbildung sind von den Auswirkungen der patriarchalen Machtverhältnisse gleichermaßen betroffen und dadurch auch verbunden.
  • Frauenspezifische Therapie und frauenspezifische Therapieausbildung fördern, daß Frauen sich ihre Macht wieder aneignen und Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen und damit die Leiden verursachenden Strukturen nicht länger durch ihr Opferverhalten unterstützen.
  • Im Rahmen einer Frauengruppe ist für Frauen in einer ganz besonderen Weise Lernen, Wachstum und Heil-Werden möglich.
Neben der frauenspezifischen Schwerpunktsetzung, die aufgrund der frauenbezogenen Sichtweise sowohl der Ausbilderinnen als auch der Teilnehmerinnen gegeben ist, wird durch vorgegebene Themenschwerpunkte auf der Basis vorbereitender Literaturarbeit und therapeutischer Selbsterfahrung im weiteren Verlauf der Ausbildung auch themenzentriert gearbeitet, wodurch der speziellen Situation von Frauen, deren psychischer Auswirkung und dem therapeutischen Umgang damit mehr Raum gegeben wird als es in gemischtgeschlechtlichen Programmen anderer Gestaltinstitute möglich wäre.

Dazu gehören Themenschwerpunkte wie:
  • Frauenspezifische Krankheitsbilder
  • Suchtverhalten
  • Eßstörungen
  • Selbstverachtung/Selbstzerstörung
  • Körper, Sexualtiät, sexuelle Identität
  • Lesben und Heteras (gegenseitige Vorurteile und Konflikte)
  • Feministische Therapie
  • Therapie mit Lesben
  • Paartherapie
  • Konkurrenz
  • Sexuelle Gewalterfahrungen
  • Weibliches Opferverhalten
  • Spiritualität und/oder Therapie
  • Grenzen und Macht (-mißbrauch) in der Therapie
  • Transgender

 
 
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